20.08.2006 -
Prinzengarde-Tour 2006
Please, can you me give: Schamott-Schadong?
Früh morgens um 5.00 Uhr trafen sich 27 der 28 Teilnehmer
gut gelaunt zu einer in jeder Hinsicht ereignisreichen Tour.
Mit dem Bus fuhren wir, nachdem wir geklärt hatten, dass
Rolf nicht vergessen wurde (vergleichen sie hierzu den Bericht
der Tour 2003 nach München) nach Köln-Wahn und von
da aus ging es in die unendlichen Weiten der neuen Bundesländer:
nach Leipzig.
Nachdem wir der gut aussehenden Flugbegleiterin
zunächst klar gemacht hatten,
dass dies für den ein oder anderen der erste Flug überhaupt sei, umsorgte
sie uns bereitwillig, auch ob Rolf den Anschluss bekommen hatte wurde noch vor
dem Abflug geklärt.
In Leipzig eingetroffen bestiegen wir den Bus, ließen
den Busfahrer “Ronny” noch
schnell klären, dass Rolf auch da ist, und trafen in Windeseile
in unserem Hotel direkt am großen Bahnhof von Leipzig ein.
Nach
Frühstück (für den ein oder anderen mit einem
Gläschen
Sekt) und kurzer Freizeit durften wir die für Personenbeförderungsfahrzeuge
frei gegebenen Bereiche der Leipziger Innenstadt mit einem wunderbaren
Oldtimer-Bus kennen lernen, natürlich klärten wir erst
noch, ob Rolf den Anschluss gehalten hatte. Völkerschlachtsdenkmal,
verschiedene Stadtviertel und Zoo wurden uns von einer schlagfertigen
Stadtführerin in schönstem Sächsisch
erläutert. Sie ließ sich nach dem Hinweis, dass wir
auch einen ihrer “Landsleute” bei
uns haben, sogar zum gemeinsamen Absingen des “Pionierliedes” der
FDJ überreden.
Die Mittagspause verbrachten wir im “Bayerischen Bahnhof”,
wo uns lokale Bierspezialitäten gereicht wurden, die so
deliziös waren, dass
der ein oder andere Heimweh bekam..., und nach dem Essen die
Schlagzahl erhöhte.
Da aber nun erneut etwas Zeit zur freien Verfügung eingeplant
war, konnte man sich auch hiervon gut erholen.
Den Abend des ersten
Tages bildet auf unseren Touren traditionell ein kultureller
Programmteil, in diesem Fall der Besuch des wiedereröffneten “Krystallpalastes”,
eines traditionsreichen Varietés mitten in Leipzig und
obwohl wir diesmal zu Fuß unterwegs waren, achteten wir
bei Abmarsch darauf, dass auch Rolf Schritt hielt.
Das wunderbare
Programm und das besondere Ambiente verführte einige Gardisten,
spontan von schnödem Bier auf den Genuss von Champagner
der Sorte “Moét & Chandon” umzusteigen
und ihre Weltgewandheit im Laufe des Abends durch die Übersetzung
der Bestellung in die englische Sprache zu beweisen (siehe Überschrift).
Nach dem Programm nahmen wir das Abendessen ebenfalls im Krystallpalast
ein, wonach man sich nach Lust und Laune in der Stadt zerstreute
um den “Absacker” zu nehmen… der
ein oder andere soll ja sogar gleich mehrfach gesackt sein!
Am
Sonntag erschienen alle pünktlich, die meisten mehr froh
als munter zum Frühstück und nachdem uns unser Fremdenführer,
ein pensionierter Professor, in Empfang nahm, wurden zunächst
die Formalitäten erledigt:
Rolf war auch diesmal da und das überraschte inzwischen
niemanden mehr.
Was von der Innenstadt am Tag zuvor vom Bus aus
nicht zu sehen war erkundeten wir nun per Pedes. Und mancher
erkannte nun, dass der Heimweg am Vorabend auch viel kürzer
hätte sein können!
Der Bahnhof, Auerbach´s Keller, die Nikolaikirche, Oper
und Gewandhaus mit sehr dekorativen Luftschächten dazwischen,
das Parkhaus mit der interessanten Rabatt-Regelung, die alten
Messehäuser und das Königshaus waren einige
der vielen informativen Stationen auf diesem “Langen Marsch”.
Das Mittagessen wurde in Leipzigs ältestem Kaffeehaus,
dem “Coffee-Baum”,
gereicht. Wieder im Hotel, bestiegen wir erneut einen Bus.
Rolf
war da und so konnten wir nun die “Outskirts” von
Leipzig kennen lernen, wobei bei unserem Dozenten der alte Professor
durchbrach, der präzise
und kenntnisreich mit dem Schauplatz der Völkerschlacht
von 1813, dem Tagebau zu Zeiten der DDR und den aktuellen Bauvorhaben
jonglierte.
Im Norden konnten wir noch einen kurzen Blick auf
die industrielle Entwicklung, getragen von großen Autokonzernen
werfen, bevor wir uns auf dem Flughafen eincheckten, um die Rückreise
anzutreten.
Auch auf dem Rückflug vergewisserten wir uns, dass Rolf
einen Platz ergattert hatte und konnten in den Abendhimmel starten…
Im
Namen aller Teilnehmer geht ein herzlicher Dank an die Organisatoren,
die zwei Tage zusammengestellt haben, an die wir gerne zurückdenken
werden.
Jörg Volberg
» zurück